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Wer den Begriff
Autismus hört, hat vermutlich das Bild eines Menschen vor Augen,
der vollkommen in sich gekehrt, immer dieselben Bewegungen
wiederholt und bei Berührungen panisch zu Schreien und
Selbstverletzungen neigt.
Den meisten
Menschen
mit Autismus sieht man aber ihre Andersartigkeit kaum an, das
heißt aber leider nicht, dass deren Probleme deshalb weniger
beeinträchtigend wären.
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In den letzten 20
Jahren hat sich das Sachverständnis über Autismus auch unter
Fachleuten bedeutend weiterentwickelt; unter anderem auch, da
die Weltgesundheitsorganisation (WHO) diagnostische Leitlinien
dazu festgelegt hat.
Heute wird Autismus als eine „tiefgreifende Entwicklungsstörung“
mit vielfältigem Erscheinungsbild verstanden.; grundlegend ist
eine veränderte Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung.
Daraus entstehen auf der Verhaltensebene vor allem in drei
Bereichen Besonderheiten :
• im Bereich Kommunikation / Sprache
• im Bereich der sozialen Interaktion
• im Bereich Spielverhalten / Interessen
Menschen mit Autismus zeigen häufig Über- oder
Unterempfindlichkeiten gegenüber Licht, Geräuschen, Berührungen,
Geruch, Geschmack, Aufmerksamkeitsstörungen und körperliche
Unruhe.
Autisten wirken oft als lebten sie in einer anderen Welt, als
sie „eine Watteschicht“ zwischen sich und dem Miteinander mit
anderen. Alle haben sie Schwierigkeiten das Denken und Fühlen
anderer Menschen wahrzunehmen.
Meistens fallen autistische Symptome bereits in den ersten drei
Lebensjahren eines Kindes auf.
Aus der Vielfalt des autistischen Spektrums heraus wurden von
der WHO die folgenden drei Syndrome definiert:
Frühkindlicher Autismus, Asperger Syndrom und atypischer
Autismus.
Im weiteren Sinne gehören zum autistischen Spektrum auch das
Rett-Syndrom, die tuberöse Sklerose, die frühkindliche Psychose,
andere desintegrative Störungen des Kindesalters und das
Fragile-X- Syndrom.
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