Auch wenn das Kind ein entsprechend „auffälliges“ Verhalten
zeigt, wird dies vorschnell anderen Ursachen zugeschrieben:
Beispielsweise der „hysterischen“ Mutter, einer grenzenlosen
Erziehung, Vernachlässigung, Hochbegabung, oppositioneller
Haltung, möglichen Partnerschaftsproblemen der Eltern, ADHS
und so weiter und so fort.

Dieses „Phänomen“ bleibt leider häufig auch nach erfolgter
Diagnosestellung fortbestehen; Autisten benötigen jedoch
informierte und wachsame (Kinder)ärzte !
Bei Verdacht auf Störungen aus dem autistischen Spektrum ist
eine kinder- und jugendpsychiatrische Untersuchung sehr wichtig,
Selbstdiagnosen und psychologische Befunde reichen meistens
nicht aus, da das fachärztliche Gutachten erst die Grundlage für gezielte
weiterführende Hilfen ist.
Die Diagnosestellung ist aufwändig, umfasst ergänzende
medizinische Untersuchungen, auch zur Abklärung bzw. zum
Ausschluss anderer zu behandelnder Erkrankungen. Die
Diagnosestellung setzt Erfahrungen mit autistischen Menschen
voraus.
Leider muss man sich auf lange Wartezeiten einstellen,
aber...
Mit Autismus muss gerechnet werden ... in Niedersachsen! |